Sinti und Roma - Geschichte einer Ausgrenzung

Sintiza Renate Melis, Tobias Götz und Dr. Andreas Hoffmann-Richter nach dem Vortrag über Sinti und Roma, die Geschichte einer Ausgrenzung (von links)

Es ist kaum bekannt, dass es in Deutschland sog. „nationale Minderheiten“ gibt, die unter die „Bestimmungen des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarats“ fallen. Vom „Volk der Sorben“ in Brandenburg und Sachsen hörte man nach der Wiedervereinigung. Weitere staatlich anerkannte Minderheiten sind die „Friesische Volksgruppe“ (vor allem in Niedersachen), die „Dänische Minderheit“ (in Schleswig-Holstein) und die „Sinti und Roma“, die vor allem in größeren Städten wohnen.

Gerade die letztgenannte Minderheit, die Zahl der Angehörigen heute schwankt zwischen 80.000 und 120.000 Menschen in Deutschland, wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet, und die Überlebenden wurden auch nach dem Krieg weiterhin ausgegrenzt.

Die Evangelische Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald hatte zu einer Veranstaltung im Ludwig-Hofacker-Haus eingeladen, um die Erfahrungen und das Leben dieser Menschen nach Krieg, Vernichtung und Vertreibung aufzuzeigen.

Referent war der „Kirchliche Beauftragte für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma in Baden-Württemberg“, Pfarrer Dr. Andreas Hoffmann-Richter. Zum Verständnis: hier arbeiten sowohl die Evangelischen Kirchen in Baden und in Württemberg als auch die katholischen Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart zusammen.

Hoffmann-Richter arbeitet seit zwanzig Jahren in diesem Arbeitskreis, um den Sinti und Roma auf Augenhöhe zu begegnen und sie zu verstehen. Dabei sollen vor allem alte Vorurteile gegen Sinti und Roma abgebaut werden. Als „Sinti“ bezeichnet man die Roma, welche die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, in Baden-Württemberg sind dies etwa 13.000 Menschen.

Zum Erstaunen der Zuhörer stellte sich eine junge Frau als „Sinti“ vor, Renate Melis, die keineswegs durch ihre manchmal erschütternden Aussagen und Berichte den oft gehegten falschen Vorurteilen entsprach.

In einem einleitenden Filmstreifen, in dem Menschen auf der Straße zum Thema Sinti befragt worden waren, zeigte sich die große Unkenntnis zu dieser nationalen Minderheit, die seit dem 14. Jahrhundert in Deutschland und in Europa lebt.

Die leidvolle Geschichte der Sinti, deren ursprüngliche Herkunft wahrscheinlich Indien war, vor allem im 16.-18. Jahrhundert, zeigte anschließend Hoffmann-Richter im Wechsel mit Renate Melis auf. Da die Sinti in keine Zünfte aufgenommen wurden, blieben ihnen als berufliche Nischen Künstler, Musiker, Händler, Hausierer sowie Handwerker auf dem Land, der Reparaturen   bei den Bauern durchführte, sozusagen Wandergewerbe betrieben.

Deutsch, so Renate Melis, sei ihre Heimatsprache, Romanes, die Sprache der Sinti, dagegen ihre Muttersprache. Die Kultur wurde innerhalb der Familie gepflegt, deshalb bestehe auch noch heute innerhalb der Familien ein großer Zusammenhalt.

Nach 1945 erhielten die Sinti keine Entschädigung und auch keine Wohnungen, deshalb waren sie auf Wohnwagen angewiesen, die sie eigentlich nirgends über längere Zeit abstellen durften. Die momentane Situation ist so, dass bei den Älteren ein niedriger Bildungsstand besteht, da ihnen der Schulbesuch nicht möglich war und sie in den Schulen abgelehnt wurden. So haben nur 44% der Älteren einen Schulabschluss. Da sie als Ungelernte meistens keine Arbeitsplätze bekamen, machten sie sich selbständig, beispielsweise als Fensterputzer, Hausmeister, Gartenarbeiter, Altmetallsammler. Bei der Wohnungssuche wurden sie meist mit den bekannten Vorureilen abgelehnt.

Erst 1974, nach einem Hungerstreik der Sinti im früheren KZ Dachau, wurden ihnen in Baden-Württemberg einzelne Rechte und 2013 in einem Staatsvertrag alle Rechte zuerkannt.

In einer Aussprache mit den Zuhörern des Vortrags wurde festgestellt, dass die Kriminalitätsrate nicht höher sei wie bei „deutschen“ Menschen, dagegen die Bettler, die sich beispielsweise in Pforzheim aufhalten weder Sinti noch Roma sind, sondern Rumänen, die hier zur sog. Bettlermafia gehören. Interessant ist, dass es den Sinti in der DDR besser ging, als nach der Wende im Westen. Auch heute gebe es noch Ausgrenzungen vor allem von sog. „völkischen Bewegungen“ im Sinne „Mit denen wollen wir nichts zu tun haben!“ Oft ist es heute noch so, dass die Kollegen von berufstätigen Sinti deren „Nationalität“ nicht wissen, da diese befürchten, dadurch Nachteile zu haben.

Das 1994 vom Ministerkomitee des Europarats beschlossene und 1997 von der Bundesregierung ratifizierte Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten sieht vor: Schutz vor Diskriminierung, Bewahrung der eigenen Sprache, Gewährung der Religionsfreiheit und aller Grundrechte. Romanes, die Sprache der Sinti und Roma, wurde unter besonderen Schutz gestellt. Außerdem verpflichten sich die Länder ergänzenden muttersprachlichen Unterricht zu ermöglichen, wenn genügend Kinder dies wünschen.

Tobias Götz, Geschäftsführer der Evang. Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald, dankte abschließend den beiden Referenten für die Offenheit, die vor allem bei Renate Melis in ihren zum Teil sehr intimen familiären Berichten deutlich wurde, und überreichte jedem eine heimische Konfitüre.

 

Text und Foto: Bechtle

Herrscherin über 1.768 Pfeifen

Seit April gibt Regina Böpple in der evangelischen Kantorei den Ton an

Die Orgel, über deren Tasten Regina Böpples zarte Finger gleiten, hat sage und schreibe 1.768 Pfeifen und wurde 1989 erbaut.

Zu dieser Zeit war die 27-Jährige noch nicht einmal auf der Welt. Böpple ist im Landkreis Reutlingen aufgewachsen und hat nach dem Abitur Kirchenmusik in Tübingen und Mainz studiert. Im vergangenen Jahr hat sie in Münsingen auf der Schwäbischen Alb das einjährige Pflichtpraktikum der Württembergischen Landeskirche absolviert. Seit April ist die Kirchenmusikerin nun Kantorin in Bad Wildbad.

„lch wollte nicht weiter als 100 Kilometer von zu Hause weg, weil ich den Bezug nicht abbrechen lassen wollte und das aus der Ferne nicht ganz so leicht ist“, erklärt die 27-Jährige. In Bad Wildbad habe sie nun »etwas Abstand« und könne trotzdem »schnell mal« nach Hause fahren. Doch bis sie die Zusage bekommen hat, war es kein leichter Weg. Über mehrere Gespräche, Orgelspiel und Chorleitung musste sie sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Aktuell habe sie als Wildbader Kantorin nun eine 65-Prozent-Stelle mit »Aussicht auf mehr«, verrät Böpple. Denn über kurz oder lang sei es vereinbartes Ziel, dass die Kirchenmusikerin einen Kinderchor in Bad Wildbad gründet.

Als Kantorin ist Böpple nun für die Leitung der evangelischen Kantorei und die musikalische Begleitung von Gottesdiensten, Beerdigungen, Trauungen und Taufen zuständig. Außerdem soll die 27-Jährige eine noch zu gestaltende Konzertreihe mit sechs Veranstaltungen im Jahr organisieren. Zu Böpples Aufgabengebiet gehört zudem das Singen im Kindergarten. „Wir wollen Kinder möglichst früh an die Musik heranführen, damit sie einen Bezug zur Materie bekommen“, erklärt die Kirchenmusikerin. Der Dialog mit den Kindern könne ihr später auch helfen, wenn sie den Kinderchor gründet: „Das ist sehr personenabhängig, daher ist das wichtig, dass die Kinder mich kennenlernen.“ Unabhängig von ihrer Tätigkeit als Kantorin wird Böpple ab Mai auch den Höfener Frauenchor leiten.

Geregelte Arbeitszeiten hat die 27-Jährige nicht: „Das ist sehr unterschiedlich in der Verteilung. In dieser Hinsicht bin ich mein eigener Chef.“ Nur Termine wie Chorproben, Gottesdienste oder Dienstbesprechungen stünden fest. In allem anderen sei die Kantorin frei – „mit allen Vor- und Nachteilen“. Doch das sei auch einer der Gründe gewesen, warum sie sich für die Stelle in Wildbad entschieden habe: „lch kann hier mein eigenes Profil setzen. Hier gibt es keine starren Strukturen, die man nur schwer verändern kann.“ Außerdem fühle sich Böpple in einer kleineren Stadt wohl: „Mir fällt es leichter, mich in einem kleineren Ort einzuleben.“ Und ihr Job dürfte dabei auch helfen.

Deswegen sei sie auch gerne nach Bad Wildbad gezogen. „Das war von den Leuten hier gewünscht, aber ich selbst wollte das auch, um vor Ort verfügbar zu sein.“ Bislang sei sie auch sehr herzlich aufgenommen worden. „lch glaube, die Leute freuen sich, dass jetzt wieder jemand Hauptamtliches da ist, der den Laden organisiert und gestaltet.“ Zuvor war das Amt nach dem Weggang von Susanne Fuierer ein halbes Jahr vakant - so lange hatte man auf Böpple gewartet, die zunächst ihr Praktikum auf der Schwäbischen Alb vollenden musste.

„Jetzt ist alles wieder in einer Hand, das erleichtert einfach die Wege“, so die 27-Jährige, deren persönliche Vorliebe auf den Tasten liegt. Bei ihrer Wahl habe auch die Ausstattung eine wichtige Rolle gespielt. „Man muss sich in dem Kirchengebäude wohlfühlen. Wenn man sich nicht wohlfühlt, ist es schwierig.“

Zwar sei in Wildbad alles recht beschaulich, aber das, was da ist, gefällt der Kirchenmusikerin sehr gut - auch die Orgel habe einen tollen Klang. Nun möchte Böpple ankommen und der Stelle ein Profil geben: „Hier in Wildbad gibt es so viele hochwertige, kulturelle Angebote – da ist es wichtig, der Kirchenmusik ein Gesicht zu gehen.“ Wer weiß, vielleicht kann die 27-jährige Kirchenmusikerin ja wieder mehr Leute für Orgelmusik begeistern.

 

Bild und Text: Christoph Jänsch, Schwarzwälder-Bote

Beeindruckender Gospelabend

Einen beeindruckenden Gospelabend gestaltete zusammen mit den Geistlichen des Oberen Enztals der Musikpädagoge und Gospelsänger Cornelius Beck aus Tübingen.

„Licht leuchtet auf“ war das Thema eines Gospelabends in der evangelischen Kirche in Enzklösterle an Epiphanias, dem „Fest der Erscheinung des Herrn“ oder allgemein bekannt als „Dreikönigstag.“ Es waren allerdings keine Könige, sondern Weise (Sterndeuter), denen das seltsam aufleuchtende Gestirn am Himmel aufgefallen war, die sich deshalb auf den Weg nach Jerusalem machten und schließlich nach Betlehem kamen, um dem neuen König der Juden zu huldigen. Ein großer Stern an der Kanzel der Kirche in Enzklösterle verdeutlichte dies, eine wunderschöne Krippe unter dem Weihnachtsbaum zeigte die „Weisen aus dem Morgenland“ nahe der Krippe.

Eingeladen zu diesem Gospelabend hatten die evangelischen Kirchengemeinden im Oberen Enztal mit den Geistlichen Martin Kohnle (Enzklösterle), Gottfried Löffler (Wildbad), Dr. André Bohnet (Calmbach) und John-André Soevde (Höfen).

Den Gospelabend gestaltete Cornelius Beck aus Tübingen. Beck studierte nach seiner Schulzeit Gesang und Populärmusik in Berlin, war anschließend jahrelang im In- und Ausland als Sänger, Musicaldarsteller, Studiomusiker, Pianist und Arrangeur unterwegs, dann sieben Jahre im Musikverlag Hänssler tätig und unterrichtet seit 2011 als Gesangspädagoge mit großem Erfolg in der eigenen Musikschule bei Tübingen im Bereich Gesangsunterricht, Stimmbildung im Chor, Klavierunterricht, Sprecherziehung und Rhetoriktraining. Außerdem leitet er erfolgreich den Soul- und Gospelchor Tübingen. Gospel ist eine christliche afroamerikanische Stilrichtung des Gesangs, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Negro Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat.

In Enzklösterle eröffnete Beck den musikalischen Part mit dem hoffnungsvollen Song „If I got my ticket“ und „Come closer to me“, wobei er alle Gospelsongs selbst auf dem E-Piano begleitete.

„Can nobody love you“, melodisch Beethovens Schlusslied aus der neunten Sinfonie nachempfunden, „Why should I?“, das bekannte „You raise me up“ und „Just in the Lord“ waren weitere Gospeltitel, die Cornelius Beck mit geschulter sehr schöner Stimme und rhythmischer Betonung erklingen ließ. Dazwischen eingeschoben wurden nach der Begrüßung durch Martin Kohnle die Lesung zu Matthäus 2, 1-12, durch Gottfried Löffler, der entsprechende Impuls zu dieser Bibelstelle durch Dr. André Bohnet und schließlich Gebet und Vaterunser durch John-André Soevde.

Gemeinsam mit den Besuchern wurde das Lied „Der Herr segne dich schon jetzt“ erlernt, das mehrfach zwischen den Gospelvorträgen wiederholt wurde. Ein deutschsprachiger Titel. komponiert von Cornelius Beck, war der Gospelsong „Mein Grund zur Freude“, der „durch die Haut geht“ wie Martin Kohnle betonte. Die Gospels der ehemaligen Negersklaven in den USA gaben ihnen die Hoffnung auf Freiheit und die Kraft ihr Schicksal zu ertragen. Um mit schwierigen Situationen fertig zu werden, so Kohnle, bleibe nur der Schritt nach vorne, um Gottes Eingreifen zu erleben, denn „wenn Gott uns ansieht, dann wird es hell.“

 

Text und Foto: Bechtle

 

 

Gottfried Löffler jetzt auch Pfarrer in Aichelberg

Pfarrer- und Kirchenbezirkswechsel für die evangelische Kirchengemeinde Aichelberg. Auf unserem Bild von links der zweite Aichelberger Kirchen-gemeinderatsvorsitzende Martin Nonnenmann, Esther und Pfarrer Gottfried Löffler (Bad Wildbad), Dekan Joachim Botzenhardt (Neuenbürg) und der zweite Bad Wildbader Kirchengemeinderatsvorsitzende Hans Volz nach der Verpflichtung von Gottfried Löffler auch als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Aichelberg.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Martin Nonnenmann gestaltete den musikalischen Teil des festlichen Gottesdienstes in der Aichelberger Kirche mit Liedern aus dem Gesangbuch "Neue Lieder plus".

Nicht nur zu einer außergewöhnlichen Tageszeit, sondern auch zu einem außergewöhnlichen Anlass haben die Glocken der evangelischen Kirche in Aichelberg am Neujahrstag um 16 Uhr in die Kirche eingeladen: Zur Amtseinführung und Verpflichtung des langjährigen geschäftsführenden Bad Wildbader Pfarrers Gottfried Löffler auch als neuer Aichelberger Pfarrer, verbunden mit dem Wechsel der Kirchengemeinde Aichelberg vom Calwer in den Neuenbürger Kirchenbezirk.

Das war auch der Grund für die Präsenz des Neuenbürger Dekans Joachim Botzenhardt bei diesem vom Kirchenchor unter der Leitung von Martin Nonnenmann mitgestalteten und am E-Piano von ihm begleiteten besonderen Gottesdienst. Sei die Aufhebung der Aichelberger Pfarrstelle auch schmerzlich gewesen, freue er sich auf die neue Zusammenarbeit, führte Pfarrer Löffler in seinem Grußwort zu Beginn des Gottesdienstes aus. An der Schwelle zum Neuen Jahr gelte es, den Blick nach oberen zu richten mit der Bitte um Gottes Segen zum Abschied und für den Neubeginn.

Mir der Meereshöhe von 785 Metern am Kirchenstandort und damit 60 Meter über dem Wildbader Sommerberg liegend sei die evangelische Kirchengemeinde Aichelberg mit ihren 246 Gemeindegliedern die höchstgelegene im Kirchenbezirk Neuenbürg, war von Dekan Botzenhardt zu hören. Für die Kirchengemeinde Aichelberg sei dieser Jahreswechsel ein ganz besonderer gewesen. Vorgegeben vom Pfarrplan 2018 der evangelischen Landeskirche in Württemberg mit einer Reduzierung der Pfarrstellen aufgrund eines Rückgangs der Zahl der Gemeindeglieder. Seine Predigt stellte Dekan Botzenhardt unter Bibelworte aus Josua 1, Verse 1 -9.und zog dabei unter dem Leitwort "Seid getrost und unverzagt" Parallelen zur neuen Situation der Kirchengemeinde Aichelberg. "Jede Kirchengemeinde wird einen Pfarrer haben", versicherte Dekan Bozenhardt. So sah er jetzt auch den Abschied von  Dr. Gerhard Schäberle-Koenigs zum 31. Dezember 2018 und den Neuanfang von Pfarrer Gottfried Löffler, der in Aichelberg ja kein Unbekannter sei. Schon bisher bestehe eine gewisse Zusammenarbeit zwischen  den Kirchengemeinden Bad Wildbad und Aichelberg beispielsweise mit der gemeinsamen Kirchenpflege und mit dem Posaunenchor.

"Jetzt haben Sie mich und ich habe Sie", begann Pfarrer Löffler seine Vorstellung und ging dabei ebenfalls auf die schon bisher praktizierte Zusammenarbeit wie etwa im Bereich der Diakoniestation ein. Eine weitere Verbindung sah er auf schulischer Ebene. In seinen weiteren Ausführungen schilderte er seinen beruflichen Weg bis zu seiner jetzigen Dienstzeit mit rund 21 Jahren als geschäftsführender Bad Wildbader Pfarrer. Die Frage des Dekans nach der Annahme von Gottfried Löffler als neuen Pfarrer bekräftigten die um den Altar versammelten Aichelberger Kirchengemeinderäte mit ihrem "Ja", worauf Dekan Botzenhardt die Verpflichtung des Bad Wildbader Pfarrers auch für die Kirchengemeinde Aichelberg vornahm. Einer Geschenkübergabe folgten die Zeugenworte der zweiten Kirchengemeinderats-Vorsitzenden Hans Volz (Bad Wildbad) und Martin Nonnenmann (Aichelberg). Drei die Bad Wildbader und Aichelberger Gemeindeglieder bewegende Fragen formulierte Hans Volz: Für Bad Wildbad "Bleibt genug von Pfarrer Löffler für uns übrig?", für Aichelberg "Kommt da genug Pfarrer Löffler zu uns?" und für den Pfarrer selbst "Habe ich genug Kraft für beide?" Und zwar mit der Antwort von Hans Volz: "Lieber Pfarrer Löffler, ich kenne Sie nun lange genug um zu wissen, dass Sie sich dieser Aufgabe mit all ihren Kräften und Gaben widmen werden". Die seinen weiteren Ausführungen zufolge vielleicht noch fehlende kleine Portion Mut sprach Hans Volz Pfarrer Löffler mit einem Bibelwort aus 2. Mose 3, Vers 12 zu. Mit der Zusicherung von Gott an Mose: "Ich will mit Dir sein". Martin Nonnenmann brachte die topographische Lage Aichelbergs auf den Bergen in Bezug zum Psalm 121 und sicherte Pfarrer Löffler seine volle Unterstützung zu.

Dem festlichen Gottesdienst schloss sich ein Ständerling in der Kirche an, bei dem die Gottesdienstbesucher die Gelegenheit hatten, Dekan Botzenhardt und Pfarrer Löffler im persönlichen Gespräch näher kennen zu lernen.

 

Text und Foto: Heinz Ziegelbauer