Connection timed out 2019 : Evangelische Kirchengemeinde Bad Wildbad

Beeindruckender Gospelabend

Einen beeindruckenden Gospelabend gestaltete zusammen mit den Geistlichen des Oberen Enztals der Musikpädagoge und Gospelsänger Cornelius Beck aus Tübingen.

„Licht leuchtet auf“ war das Thema eines Gospelabends in der evangelischen Kirche in Enzklösterle an Epiphanias, dem „Fest der Erscheinung des Herrn“ oder allgemein bekannt als „Dreikönigstag.“ Es waren allerdings keine Könige, sondern Weise (Sterndeuter), denen das seltsam aufleuchtende Gestirn am Himmel aufgefallen war, die sich deshalb auf den Weg nach Jerusalem machten und schließlich nach Betlehem kamen, um dem neuen König der Juden zu huldigen. Ein großer Stern an der Kanzel der Kirche in Enzklösterle verdeutlichte dies, eine wunderschöne Krippe unter dem Weihnachtsbaum zeigte die „Weisen aus dem Morgenland“ nahe der Krippe.

Eingeladen zu diesem Gospelabend hatten die evangelischen Kirchengemeinden im Oberen Enztal mit den Geistlichen Martin Kohnle (Enzklösterle), Gottfried Löffler (Wildbad), Dr. André Bohnet (Calmbach) und John-André Soevde (Höfen).

Den Gospelabend gestaltete Cornelius Beck aus Tübingen. Beck studierte nach seiner Schulzeit Gesang und Populärmusik in Berlin, war anschließend jahrelang im In- und Ausland als Sänger, Musicaldarsteller, Studiomusiker, Pianist und Arrangeur unterwegs, dann sieben Jahre im Musikverlag Hänssler tätig und unterrichtet seit 2011 als Gesangspädagoge mit großem Erfolg in der eigenen Musikschule bei Tübingen im Bereich Gesangsunterricht, Stimmbildung im Chor, Klavierunterricht, Sprecherziehung und Rhetoriktraining. Außerdem leitet er erfolgreich den Soul- und Gospelchor Tübingen. Gospel ist eine christliche afroamerikanische Stilrichtung des Gesangs, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Negro Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat.

In Enzklösterle eröffnete Beck den musikalischen Part mit dem hoffnungsvollen Song „If I got my ticket“ und „Come closer to me“, wobei er alle Gospelsongs selbst auf dem E-Piano begleitete.

„Can nobody love you“, melodisch Beethovens Schlusslied aus der neunten Sinfonie nachempfunden, „Why should I?“, das bekannte „You raise me up“ und „Just in the Lord“ waren weitere Gospeltitel, die Cornelius Beck mit geschulter sehr schöner Stimme und rhythmischer Betonung erklingen ließ. Dazwischen eingeschoben wurden nach der Begrüßung durch Martin Kohnle die Lesung zu Matthäus 2, 1-12, durch Gottfried Löffler, der entsprechende Impuls zu dieser Bibelstelle durch Dr. André Bohnet und schließlich Gebet und Vaterunser durch John-André Soevde.

Gemeinsam mit den Besuchern wurde das Lied „Der Herr segne dich schon jetzt“ erlernt, das mehrfach zwischen den Gospelvorträgen wiederholt wurde. Ein deutschsprachiger Titel. komponiert von Cornelius Beck, war der Gospelsong „Mein Grund zur Freude“, der „durch die Haut geht“ wie Martin Kohnle betonte. Die Gospels der ehemaligen Negersklaven in den USA gaben ihnen die Hoffnung auf Freiheit und die Kraft ihr Schicksal zu ertragen. Um mit schwierigen Situationen fertig zu werden, so Kohnle, bleibe nur der Schritt nach vorne, um Gottes Eingreifen zu erleben, denn „wenn Gott uns ansieht, dann wird es hell.“

 

Text und Foto: Bechtle

 

 

Gottfried Löffler jetzt auch Pfarrer in Aichelberg

Pfarrer- und Kirchenbezirkswechsel für die evangelische Kirchengemeinde Aichelberg. Auf unserem Bild von links der zweite Aichelberger Kirchen-gemeinderatsvorsitzende Martin Nonnenmann, Esther und Pfarrer Gottfried Löffler (Bad Wildbad), Dekan Joachim Botzenhardt (Neuenbürg) und der zweite Bad Wildbader Kirchengemeinderatsvorsitzende Hans Volz nach der Verpflichtung von Gottfried Löffler auch als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Aichelberg.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Martin Nonnenmann gestaltete den musikalischen Teil des festlichen Gottesdienstes in der Aichelberger Kirche mit Liedern aus dem Gesangbuch "Neue Lieder plus".

Nicht nur zu einer außergewöhnlichen Tageszeit, sondern auch zu einem außergewöhnlichen Anlass haben die Glocken der evangelischen Kirche in Aichelberg am Neujahrstag um 16 Uhr in die Kirche eingeladen: Zur Amtseinführung und Verpflichtung des langjährigen geschäftsführenden Bad Wildbader Pfarrers Gottfried Löffler auch als neuer Aichelberger Pfarrer, verbunden mit dem Wechsel der Kirchengemeinde Aichelberg vom Calwer in den Neuenbürger Kirchenbezirk.

Das war auch der Grund für die Präsenz des Neuenbürger Dekans Joachim Botzenhardt bei diesem vom Kirchenchor unter der Leitung von Martin Nonnenmann mitgestalteten und am E-Piano von ihm begleiteten besonderen Gottesdienst. Sei die Aufhebung der Aichelberger Pfarrstelle auch schmerzlich gewesen, freue er sich auf die neue Zusammenarbeit, führte Pfarrer Löffler in seinem Grußwort zu Beginn des Gottesdienstes aus. An der Schwelle zum Neuen Jahr gelte es, den Blick nach oberen zu richten mit der Bitte um Gottes Segen zum Abschied und für den Neubeginn.

Mir der Meereshöhe von 785 Metern am Kirchenstandort und damit 60 Meter über dem Wildbader Sommerberg liegend sei die evangelische Kirchengemeinde Aichelberg mit ihren 246 Gemeindegliedern die höchstgelegene im Kirchenbezirk Neuenbürg, war von Dekan Botzenhardt zu hören. Für die Kirchengemeinde Aichelberg sei dieser Jahreswechsel ein ganz besonderer gewesen. Vorgegeben vom Pfarrplan 2018 der evangelischen Landeskirche in Württemberg mit einer Reduzierung der Pfarrstellen aufgrund eines Rückgangs der Zahl der Gemeindeglieder. Seine Predigt stellte Dekan Botzenhardt unter Bibelworte aus Josua 1, Verse 1 -9.und zog dabei unter dem Leitwort "Seid getrost und unverzagt" Parallelen zur neuen Situation der Kirchengemeinde Aichelberg. "Jede Kirchengemeinde wird einen Pfarrer haben", versicherte Dekan Bozenhardt. So sah er jetzt auch den Abschied von  Dr. Gerhard Schäberle-Koenigs zum 31. Dezember 2018 und den Neuanfang von Pfarrer Gottfried Löffler, der in Aichelberg ja kein Unbekannter sei. Schon bisher bestehe eine gewisse Zusammenarbeit zwischen  den Kirchengemeinden Bad Wildbad und Aichelberg beispielsweise mit der gemeinsamen Kirchenpflege und mit dem Posaunenchor.

"Jetzt haben Sie mich und ich habe Sie", begann Pfarrer Löffler seine Vorstellung und ging dabei ebenfalls auf die schon bisher praktizierte Zusammenarbeit wie etwa im Bereich der Diakoniestation ein. Eine weitere Verbindung sah er auf schulischer Ebene. In seinen weiteren Ausführungen schilderte er seinen beruflichen Weg bis zu seiner jetzigen Dienstzeit mit rund 21 Jahren als geschäftsführender Bad Wildbader Pfarrer. Die Frage des Dekans nach der Annahme von Gottfried Löffler als neuen Pfarrer bekräftigten die um den Altar versammelten Aichelberger Kirchengemeinderäte mit ihrem "Ja", worauf Dekan Botzenhardt die Verpflichtung des Bad Wildbader Pfarrers auch für die Kirchengemeinde Aichelberg vornahm. Einer Geschenkübergabe folgten die Zeugenworte der zweiten Kirchengemeinderats-Vorsitzenden Hans Volz (Bad Wildbad) und Martin Nonnenmann (Aichelberg). Drei die Bad Wildbader und Aichelberger Gemeindeglieder bewegende Fragen formulierte Hans Volz: Für Bad Wildbad "Bleibt genug von Pfarrer Löffler für uns übrig?", für Aichelberg "Kommt da genug Pfarrer Löffler zu uns?" und für den Pfarrer selbst "Habe ich genug Kraft für beide?" Und zwar mit der Antwort von Hans Volz: "Lieber Pfarrer Löffler, ich kenne Sie nun lange genug um zu wissen, dass Sie sich dieser Aufgabe mit all ihren Kräften und Gaben widmen werden". Die seinen weiteren Ausführungen zufolge vielleicht noch fehlende kleine Portion Mut sprach Hans Volz Pfarrer Löffler mit einem Bibelwort aus 2. Mose 3, Vers 12 zu. Mit der Zusicherung von Gott an Mose: "Ich will mit Dir sein". Martin Nonnenmann brachte die topographische Lage Aichelbergs auf den Bergen in Bezug zum Psalm 121 und sicherte Pfarrer Löffler seine volle Unterstützung zu.

Dem festlichen Gottesdienst schloss sich ein Ständerling in der Kirche an, bei dem die Gottesdienstbesucher die Gelegenheit hatten, Dekan Botzenhardt und Pfarrer Löffler im persönlichen Gespräch näher kennen zu lernen.

 

Text und Foto: Heinz Ziegelbauer