Nehmt einander an wie Christus euch angenommen hat.

Einmal im Jahr treffen sich alle Mitarbeiter der Evang. Kirchengemeinde Bad Wildbad zu einem Mitarbeiterfest, bei dem (fast) nicht gearbeitet wird. Es ist sozusagen das Dankeschön an alle, die beruflich oder ehrenamtlich in der Kirchengemeinde tätig sind: in der Kantorei und im Posaunenchor, in der Jugendarbeit und beim Seniorendienst, in der Diakoniestation und in der Hospizgruppe,  in den drei Kindergärten und an der Orgel, natürlich die Mitarbeiter in der Verwaltung, die Diakonin, die Mesnerinnen, die Pfarrer und viele andere, die beispielsweise den Gemeindebrief austragen, als Kirchengemeinderäte mitwirken, in der Nachbarschaftshilfe aktiv sind und und …

Es sind mehr als 250 Menschen, die sich im Rahmen der Evang. Kirchengemeinde betätigen, um die Botschaft Jesu Christi zu verkünden und für ihre Mitmenschen da zu sein. Alle waren eingeladen, und etwa 90 davon kamen gerne zum Mitarbeiterfest in der vergangenen Woche ins Ludwig-Hofacker-Haus.

Silke Reiser-Deggelmann begrüßte die Mitarbeiter im Namen des Kirchengemeinderats , nachdem zuvor der Posaunenchor unter der Leitung von Ewald Haag den Abend musikalisch eröffnet hatte. Das Mitarbeiterfest sollte alle zusammenführen, die haupt-, neben- und ehrenamtlich für die Kirchengemeinde im Einsatz sind. Der Vergleich mit einem Garten ließ dieses Arbeit deutlich werden: die Pflanzen brauchen Versorgung, Betreuung, Pflege, Erhaltung, die Gärtner haben die Aufgabe, nichts verderben zu lassen und können dafür die Früchte ernten und das Vogelgezwitscher hören. Der Dank gelte deshalb allen, die sich in der Kirchengemeinde einbringen – und „Wer arbeitet, soll auch essen!“

Aus dem Brief an die Römer (15,7) stammt die Jahreslosung: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Leider machte die zur Jahreslosung passende  Powerpointpräsentation  mittendrin schlapp.

Diakonin Beate Kunz hatte sich Gedanken zu diesem Abend gemacht, denn schließlich sollte   etwas Bleibendes, an dem möglichst alle mitgewirkt haben, daran erinnern. So lag auf jedem Platz ein nummeriertes Puzzleteil aus Holz, das von den Teilnehmern mit einem von 16 Rottönen bemalt werden sollte, um es dann zu einem riesigen Herz zusammenzufügen. Das Herz ist auch das große Symbol für die Jahreslosung, nämlich ein Herz zu haben, um den Anderen zu sehen, zu verstehen und sich seiner anzunehmen.

Pfarrer Gottfried Löffler dankte allen, die diesen Abend vorbereitet hatten. Er wies auf die gelungene Dekoration hin, auf das kleine Dankeschönpäckchen für jeden der Anwesenden und auf das bevorstehende Abendessen, zu dem neben zwei Hauptgerichten ein großes Salatbuffet, von vielen Hausfrauen köstlich zubereitet, angeboten wurde.

Nach der Abendbrotpause ehrte Pfarrer Stefan Itzek langjährige Mitarbeiterinnen: Seit 40 Jahren ist Anne Merkle in kirchlichen Diensten, davon 35 Jahre im Kindergarten Sprollenhaus, den sie mit viel Geschick und Freude leitet. Angela Lopez-Sait ist seit 25 Jahren in der Diakoniestation tätig, und seit fünf Jahren wirkt Susanne Fuierer als Kantorin und Kirchenmusikerin und sorgt für den richtigen musikalischen Klang bei Gottesdiensten und Veranstaltungen. Ihnen dankte Itzek mit der Ehrenurkunde und überreichte ein Geschenk. Seit einem Jahr gibt es wieder die Nachbarschaftshilfe, in der Heidrun Seyfried, Kirsten Andjelovic, Julitta Borecki und Ingrid Gröning aktiv sind. Sie betreuen Ältere, Familien, Kinder und leisten ehrenamtlich gute diakonische Arbeit. Ihnen wurde mit einer Rose gedankt.

Ab 1. April wird Ausbildungsvikar Jonathan Hörger in der Evang. Kirchengemeinde tätig sein, leider muss am 3. Mai Pfarrer Stefan Itzek nach Kniebis verabschiedet werden, und am14. Juni findet in Bad Wildbad der Kirchenbezirkstag statt, der am Vorabend mit dem Jugend-Event „The Day“ eingeleitet wird.

Pfarrer Thomas Föll, der das Klinikpfarramt versieht, gab an diesem Abend wie bereits im Vorjahr einen unterhaltsamen Einblick in die Jahreslosung, sozusagen über Menschen mit Herz und Humor. Allerhand Heiteres erfuhren die anwesenden Mitarbeiter über den Pfarrgarten, den Google-Hupf, die Kopf-runter-Generation durch das Smartphone, was bis zur „oralen Inkontinenz“ führe. Auf jeden Fall gab es viel Gelächter über manche netten selbsterlebte und erfundene Ereignisse.

Mit dem bekannten Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ des vor genau 200 Jahren verstorbenen Matthias Claudius, begleitet vom Posaunenchor, und einem Gebet wurde das gut gelungene Mitarbeiterfest beschlossen.

Götz Bechtle

 

 

Fotos:

02  Ehrungen gab es von Stefan Itzek (l) und Gottfried Löffler (r) für Susanne Fuierer, Angela Lopez-Sait, Anne Merkle, Heidrun Seyfried und Kirsten Andjelovic (von links) (auf dem Foto fehlen Julitta Borecki und Ingrid Gröning).

 

03 Alle machten mit beim Bemalen der Puzzleteile für das große rote Herz, das demnächst zu sehen ist.

 

Fotos: Bechtle