Evangelischer Kirchenbezirkstag „quellfrisch“

Evangelischer Kirchen-bezirkstag „quellfrisch“

Kirchenbezirk Neuenbürg

Bad Wildbad

von Winnie Gegenheimer

 

„Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist“ tönte es vielhundertstimmig: Kurz vor Beginn des „quellfrisch“-Festgottesdienstes zum Kirchenbezirkstag des Dekanats Neuenbürg am gestrigen Sonntag in der Bad Wildbader Trinkhalle wurde im hinteren Hallenbereich noch eilig der Essbereich in einen weiteren Zuhörerbereich umfunktioniert, damit alle über 750 Gäste Platz finden konnten. Mitten darunter – und noch im lockeren Gespräch - von links in der vorderen Reihe Pfarrer Ulrich Hilzinger aus Höfen, Professor Hans-Joachim Eckstein aus Tübingen, der die Predigt hielt, der christliche Liedermacher Manfred Siebald, der später gleich zwei Konzerte gab, Schirmherr und Bürgermeister Klaus Mack aus Bad Wildbad, der Neuenbürger Dekan Joachim Botzenhardt sowie der Bad Wildbader Pfarrer Gottfried Löffler, der den Kirchenbezirkstag federführend mit vorbereitete.

Impressionen vom Kirchenbezirkstag

 

 

Bad Wildbad Aus dem schattigen Kurpark über die quellfrisch sprudelnde Enz in buntes Leben eintauchen rund um Trinkhalle, Kurtheater und katholische Kirche bis zum Musikpavillon: Der erstmals außerhalb Neuenbürgs stattfindende Kirchenbezirkstag des evangelischen Dekanats überzeugte mit Angeboten drinnen und draußen und stellte sein Thema „quellfrisch“ gelungen in den Mittelpunkt. Beginnend mit dem Festgottesdienst in der Trinkhalle mit überwältigender Resonanz von über 750 Gästen, zu dem Dekan Joachim Botzenhardt ebenso herzlich begrüßte wie der Bad Wildbader Pfarrer Gottfried Löffler, gemeinsam mit seinem Conweiler Kollegen David Gerlach federführend für die Organisation der Veranstaltung. Der Gospelchor des Kirchenbezirks, der Posaunenchor Sprollenhaus und die vereinigten Enztalchöre umrahmten musikalisch passend ebenso wie der christliche Liedermacher Manfred Siebald, der im Verlauf des Nachmittags eine Konzertlesung in der Englischen Kirche und ein Konzert gestaltete. Schirmherr und Bürgermeister Klaus Mack wurde vom Dekan mit Fragen wie „wie regeneriert ein schwäbisch-schaffiger Schultes?“ und „Welches Gewässer lieben Sie am meisten?“ – „Das Meer, den Altantik!“ begrüßt. Ein stimmgewaltiges „Leben aus der Quelle“ aller Gottesdienstteilnehmer hieß zur Verkündigung Professor Hans-Joachim Eck-stein aus Tübingen willkommen, dessen Vorlesungen Pfarrer Löffler bereits zu Studienzeiten begeistert hatten. Von Lebensdurst und Lebenssehn-sucht sprach der Theologieprofessor kurzweilig, präzise, nie theoretisierend, und stellte Jesus in den Mittelpunkt mit der Aussage: „Unser tiefster Durst ist der nach Beziehung und Wertschätzung. Unser größtes Glück ist es, selbst Brunnen lebendigen Wassers und durch Jesus in uns auch für andere zum Segen zu werden.“ Solchermaßen frisch aufgetankt, verbrachten die Gäste einen abwechslungsreichen Nachmittag voller Begegnung, in guter Laune bei angenehmem Wetter - nach leiblicher Stärkung, deren logistische Herausforderung gleich nach dem Gottesdienst von einem Teil des insgesamt über 150köpfigen Helferteams souverän bewältigt wurde. Mit einer Diakonischen Meile entlang der Enz, wo von der Gefährdetenhilfe Enzklösterle über die Telefonseelsorge und der Pforzheimer Stadtmission bis zum Diakonieverband Calw zahlreiche kirchliche Einrichtungen für hilfebedürftige Menschen ihre Arbeit vorstellten und mit den Kirchentagsbesuchern ins Gespräch kamen. Mit einem Konzert der Stadtkapelle, Kinderprogramm einschließlich Experimentiergarten, Wasserspielen der Feuerwehr und Hüpfburg des Jugendwerks. Mit einem Wasser-Quiz, der Gelegenheit, die Schautafeln zu biblischen Wassergeschichten zu betrachten. Oder einer sportlichen Herausforderung beim Bullriding.

Bei aller Zurückhaltung konnte sich Pfarrer Löffler eines zufriedenen Lächelns doch nicht enthalten: Es war ein erfolgreicher, ein gelungener Tag „mitten aus der Quelle“ an der Wasser und Kühle spendenden Enz im echten Miteinander.