Gottesdienst auf dem Kindergartengelände

Gemeinsam, da unter einer Leitung und durch den tollen Außenbereich räumlich verbunden, feierten Kinder und Eltern des Oberlin- und des Fröbel-Kindergarens, dazu viele Großeltern und natürlich die Geschwister, am vergangenen Sonntag bei strahlendem Sonnenschein ihr diesjähriges Frühlingsfest. In den beiden Kindergärten sind 18 Mitarbeiterinnen tätig und kümmern sich um die derzeit 140 Kinder, davon sind 20 Kinder in den zwei Kleinkindgruppen (8 Monate bis 3 Jahre).

 

Eröffnet wurde das Fest mit einem überaus abwechslungsreichen ökumenischen Gottesdienst, in dem neben Pfarrer Gottfried Löffler und Diakon Günther Duvivier die Band der Kirche unter der Leitung von Susanne Fuierer und die „Wilhelmspätzle“ (Leitung Martin Nonnenmann) sowie eine weitere Musikgruppe mitwirkten. Bunt dekoriert war der Platz mit vielen Dingen, die zum Wasser gehören: Schlauchboot, Gummiflossen und –stiefel, Netze, und als Kindergartenleiterin Elke Miller-Mehret zum Fang der Fische aufrief, kamen sehr viele bunte und glänzende Papierfische in ihr Netz. Und auf diesen Fang konzentrierte sich anschließend der Gottesdienst, der diesmal in Interviews gestaltet wurde. Reporterin Sonja Poliwka weilte nämlich am See Genezareth und befragte Männer der „Capernaum Fishing Company“ über ihre erfolgreichen Taten. Kalle Kielwasser hatte in stürmischer See ein Möwennest gerettet, Bolle Bugschuss war Meister im Fischsortieren geworden, wofür beide die „Goldene Boje“ erhielten. Simon Petrus jedoch hatte ein ganz anderes Erlebnis: Nach einem schlechten Fischzug mit nur elf gefangenen  Fischen, lieh er dem Wanderprediger Jesus sein Boot für eine Ansprache an dessen Anhänger. Und als Jesus ihn dann aufforderte, nochmals einen Fang zu probieren, war dieser überaus erfolgreich. Das überzeugte den Fischer Petrus mit Jesus mitzugehen.

 

Es war ein kindgemäßer Gottesdienst, bei dem die beiden Geistlichen diesmal nicht im Vordergrund standen, sondern die anderen Mitwirkenden.

 

Über den Mittag hatten alle Besucher die Möglichkeit ein einfaches Mittagsmahl einzunehmen oder sich mit Kaffee und Kuchen etwas Süßes anzutun. Die mit 250 kleinen Preisen ausgestattete Tombola war bereits nach einer halben Stunde ausverkauft – kein Wunder, denn jedes zweite Los gewann!

 

Gespannt warteten die Kinder dann auf die Eröffnung der Olympischen Kinderspiele im Spielbereich der beiden Kindergärten. Nach einem gemeinsamen Tanz, auch mit den Eltern, konnten die Kinder an zehn auf dem gesamten Gelände verteilten Stationen ihre Geschicklichkeit und Fitness erproben. Mit Feuereifer waren die Jüngsten dabei. Da gab es den Weitsprung einmal anders, Zielwurf, Dreibeinlaufen, Luftballonspiel, Tauziehen, Sandsackwerfen, Dosen und Ringe werfen, Hindernislauf mit Kriechen und Angeln. Großer Zulauf war beim Kinderschminken, und auch das Kasperletheater lockt die Besucher an. Groß war der Ehrgeiz der Väter, die ihren Sohn oder ihre Tochter in Höchstgeschwindigkeit auf einer Umkehrstrecke beim Schubkarrenlauf zu transportieren hatten. Für die Kinder gab es für jede absolvierte  Station einen Stempel, die Medaillen wurden dann am folgenden Tag im Kindergarten übergeben.

 

Wiederum war es ein gelungenes Fest, bei dem sich Mitarbeiter und Eltern erfolgreich in vielen Bereichen eingebracht hatten, um den Kindern eine Freude zu bereiten.

 

Text und Foto: G. Bechtle